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MitteilungVeröffentlicht am 2. Oktober 2024

Menschlichkeit in einem Rahmen

Humanitäre Krisen sorgen weltweit täglich für Schlagzeilen. Die Bilder dieser Tragödien zeigen Tränen, Leid, Hunger, Verzweiflung, Einsamkeit, Trennung und Not. In jüngerer Zeit haben auch Cyberangriffe und Fehlinformationen unser Verständnis von globalen Ereignissen getrübt. Manchmal fühlen wir uns hilflos und überwältigt von den Bildern von Krisen, Gewalt, bewaffneten Konflikten und Naturkatastrophen. Die zeitgenössische Kunstausstellung Dialogues On Humanity ist eine Reaktion auf diese Gefühle.

Eine kleine Lichtung inmitten eines dichten Waldes. Mafate, 2021, from the series Vivants 2018-2022.

Die Grundprinzipien der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung sind keine abstrakte Angelegenheit. Sie sind das Ergebnis eines konkreten Engagements mitfühlender Menschen, die 1859 den Verwundeten und Sterbenden auf dem Schlachtfeld von Solferino spontan Hilfe leisteten. In der Folge wurden Anstrengungen unternommen, um allgemeine Regeln und Grundsätze für das künftige humanitäre Engagement zu entwickeln. Den ersten Versuch unternahm Henry Dunant in seinem 1862 erschienenen Buch «Eine Erinnerung an Solferino». Dasselbe gilt für die humanitären Prinzipien. Sie sind von zentraler Bedeutung für die UNO, deren Organisationen und alle Staaten, wenn es darum geht, Zugang zu Zivilpersonen, die von Naturkatastrophen, bewaffneten Konflikten oder anderen komplexen Notsituationen betroffen sind, zu schaffen und zu sichern, und somit menschliches Leid zu lindern. Die humanitäre Hilfe hat den Auftrag, im Rahmen dieser Prinzipien Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen Achtung zu verschaffen.

Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit sind komplexe Konzepte, für die es in manchen Sprachen oft keine passenden Wörter gibt. Diese Prinzipien sind jedoch von zentraler Bedeutung für die moderne humanitäre Hilfe. Sie leiten jede Aktion zur Unterstützung von Millionen von Menschen in Not.

Derzeit ist sie im Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf zu sehen. Zu diesem Anlass haben wir Pascal Hufschmid, den Direktor des Museums, eingeladen, seine Sicht auf die Ausstellung, ihre Relevanz im Kontext des Internationalen Genf und ihre Darstellung der humanitären Arbeit darzulegen.

Die Wanderausstellung ist an verschiedenen Orten rund um den Globus zu sehen und Sie können unsere Online-Experience jetzt schon von zu Hause aus erleben.

Kontakt

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)
Eichenweg 5
3003 Bern