Veröffentlicht am 12. März 2025
Rotkreuzbewegung, internationale Fonds und Netzwerke
Die Schweiz arbeitet mit verschiedenen internationalen Organisationen, Fonds und Netzwerken wie der Rotkreuzbewegung zusammen. Sie unterstützt diese mit finanziellen Beiträgen, beteiligt sich an strategischen Entscheiden und kooperiert mit ihnen auch auf Länderebene.


© ICRCM Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist ein globales humanitäres Netzwerk mit 80 Millionen Mitgliedern, das Menschen hilft, die von Konflikten, Gewalt und Katastrophen betroffen sind. Sie besteht aus dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und den 191 nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (NS), zu denen auch das Schweizerische Rote Kreuz gehört. Alle vier Jahre trifft sich die Bewegung mit den Vertreterinnen und Vertretern der Vertragsstaaten der Genfer Konventionen zur Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondkonferenz. Die Konferenz ist das höchste beratende Gremium der Bewegung und beeinflusst die globale humanitäre Agenda.
© ICRC Das IKRK ist eine unparteiische, neutrale und unabhängige Organisation, deren ausschliesslicher humanitärer Auftrag darin besteht, das Leben und die Würde der Opfer von bewaffneten Konflikten und anderen Gewaltsituationen zu schützen und ihnen Hilfe zu leisten. Das IKRK ist in über 90 Ländern vertreten und setzt sich durch die Förderung und Stärkung des humanitären Völkerrechts und der universellen humanitären Grundsätze auch für die Verhütung von Leid ein. Im Rahmen der Genfer Konventionen hat das IKRK ein ständiges Mandat für den Besuch von Gefängnissen, die Organisation von Hilfseinsätzen, die Zusammenführung von getrennten Familien und andere humanitäre Aktivitäten während bewaffneten Konflikten. Die Schweiz ist der Depositarstaat (Verwalterin) der Genfer Konventionen und Sitzstaat des IKRK. Als einer der grössten Geldgeber des IKRK stellt die Schweiz Mittel zur Verfügung, um das IKRK an seinem Sitz und in seiner operationellen Tätigkeit zu unterstützen. Damit fördert sie die Umsetzung ihrer eigenen aussenpolitischen Ziele im Einklang mit ihrer humanitären Tradition.
© IFRC Die IFRC (Englisch) ist die Dachorganisation der 191 nationalen Gesellschaften und unterstützt diese durch ein weltweites Sekretariat. Sie ist die Hüterin der Integrität ihrer Mitglieder und vertritt die Interessen der nationalen Gesellschaften. Die IFRC leistet Hilfe für die Opfer von Naturkatastrophen und verbindet dies mit der Entwicklung und Stärkung der nationalen Gesellschaften ihrer Mitglieder.
© GCF Der GCF (Englisch) ist der weltweit grösste Klimafonds. Der GCF arbeitet unter der Leitung der Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP). Mit über 250 Projekten in Entwicklungsländern und einem Gesamtvolumen von 13,9 Milliarden US-Dollar unterstützt der GCF wirksame Klimaschutz- und Anpassungsmassnahmen. Die Schweiz hat für die zweite Wiederauffüllung des Fonds 150 Millionen US-Dollar zugesagt und ist im Vorstand vertreten.
© GPE Die GPE (Englisch) ist der grösste und wichtigste globale Fonds im Bildungsbereich. Die Multi-Stakeholder-Partnerschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern, die weltweit am meisten Unterstützung benötigen, den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen und die Chancengleichheit zu verbessern. Die GPE unterstützt Regierungen in über 90 Partnerländern, die von extremer Armut oder Konflikten betroffen sind, dabei, ihre Bildungssysteme zu stärken und widerstandsfähiger zu machen.
© GLOBAL FUND Der 2002 in Genf gegründete Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (Englisch), ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung, die Regierungen, die Zivilgesellschaft, Privatunternehmen und Menschen, die von AIDS, Tuberkulose oder Malaria betroffen sind, zusammenbringt. Seine Aufgabe ist es, finanzielle Ressourcen zu mobilisieren, zu verwalten und zu investieren, um die lokale Umsetzung von Programmen zur Bekämpfung der Epidemien jener Krankheiten zu unterstützen und die Gesundheitssysteme zu stärken. Die Schweiz ist Gründungsmitglied des Fonds und ist im Verwaltungsrat in einer Stimmrechtsgruppe mit Kanada und Australien vertreten.
© CGIAR Die CGIAR (Englisch) ist mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern das weltweit grösste landwirtschaftliche Forschungsnetzwerk, das spezifisch auf die Bedürfnisse von Kleinbauern in Entwicklungsländern ausgerichtet ist. CGIAR-Innovationen tragen massgeblich zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität, zu einer besseren Ernährung und zur Armutsreduktion in Entwicklungsländern bei, sowie zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft.
© OECD Die OECD (Englisch) ist eine internationale Organisation mit Sitz in Paris. Ihr gehören 37 Länder an. Sie dient ihren Mitgliedstaaten als Plattform zur Diskussion, Evaluation und Verbesserung ihrer Politiken und umfasst verschiedene Ausschüsse. Von zentraler Bedeutung für die Entwicklungspolitik ist der Entwicklungshilfeausschuss (DAC [Englisch]), dem 30 Mitgliedstaaten angehören.
© ECW Der ECW (Englisch) ist der erste globale Fonds für Bildung in Notsituationen und langanhaltenden Krisen. Der ECW schlägt Brücken zwischen humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, um Kindern und Jugendlichen, die von Konflikten, Naturkatastrophen oder Vertreibung betroffen sind, einen sicheren Zugang zu inklusiver und qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Dafür bringt der ECW öffentliche und private Partnerinnen und Partner zusammen. Die Schweiz unterstützt den Fonds seit 2019.
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DEZA / Multilaterales und Nichtregierungsorganisationen
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3003 Bern
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