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MitteilungVeröffentlicht am 4. Juli 2024

Haiti

In Haiti hat die DEZA Projekte der Nothilfe rasch mit den Bereichen Wiederaufbau und Entwicklung verzahnt und damit Synergien geschaffen.

Einblicke in die Zusammenarbeit mit Haiti

Fläche: 27'750 km2
Bevölkerung: 11,6 Mio. Einwohner
BIP pro Kopf: 1748 USD (KKP: 3305 USD)
Schwerpunktland seit 2013

Haiti ist das ärmste Land der lateinamerikanisch-karibischen Weltregion. Gründe wie die Folgen von Naturkatastrophen, die Instabilität von Politik und staatlichen Strukturen sowie die Schwäche der Wirtschaft stehen teilweise in Wechselwirkung. Das Engagement der offiziellen Schweiz hatte stets eine starke humanitäre Komponente (Not- und Wiederaufbauhilfe), verband diese aber in flexibler Weise immer mehr mit längerfristiger Entwicklungszusammenarbeit, um die Widerstandsfähigkeit des Landes und die Lebensbedingungen der ärmsten Bevölkerungskreise dauerhaft zu verbessern. Ein erstes humanitäres Mehrjahresprogramm (2006-2008) wurde nach einer Mehrfachkrise in Haiti lanciert. Es galt der Ernährungssicherung oder der Wiederherstellung der sozialen Infrastrukturen.

Schwerpunkte Katastrophenvorsorge

Nach dem Erdbeben von 2010, das 200'000 bis 300'000 Todesopfer forderte, wurde die Hilfe verstärkt und ausgeweitet. Einer der Schwerpunkte war die Katastrophenvorsorge, unter anderem durch Schulung in erdbeben- und wirbelsturmsicherem Bauen mit einheimischen Materialien. Sodann ging es um die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft (Produktivität, Lagerung, Vermarktung, Kreditsystem). Zunehmendes Gewicht erhielt die Stärkung lokaler Strukturen im Zug der Dezentralisierungspolitik, die Haiti schon früher eingeleitet hatte. Zu diesem Bereich gehörten zum Beispiel die kommunale Gewährleistung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die Verantwortung für Schutzgebiete zur Bewahrung der Biodiversität sowie, generell, die bessere Partizipation der Bevölkerung. Die meisten Aktivitäten konzentrierten sich auf bestimmte Départements im südlichen Landesteil.

Foto eines 3D-Modells, das eine Bergflanke mit Farbvariationen je nach Gefahrenrisiko darstellt.

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Zur herrschenden Gewalt in der Hauptstadt Haitis kommen die Naturgefahren, die die Bevölkerung bedrohen. Der Klimawandel verschärft die Situation zusätzlich. Die DEZA hilft das Katastrophenrisiko zu minimieren.

Kontakt

Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)
Eichenweg 5
3003 Bern