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Veröffentlicht am 12. Mai 2026

Mali

Die Schweiz unterstützt die Bevölkerung Malis, das von einer komplexen Krise betroffen ist, indem sie humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung kombiniert. Mit ihrem Engagement will sie die Gouvernanz, den Schutz der Zivilbevölkerung und die lokale Wirtschaft stärken sowie Chancen für die Gemeinschaften schaffen. Dabei setzt sie auf lokale Akteure und nachhaltige Partnerschaften.

Frauen betreiben Gemüseanbau auf einem landwirtschaftlichen Feld.

Kontext Mali

Mali befindet sich seit über einem Jahrzehnt in einer multidimensionalen Krise, die durch anhaltende Unsicherheit, eine langwierige politische Übergangsphase, grosse wirtschaftliche und soziale Herausforderungen und einen erheblichen Druck auf die natürlichen Ressourcen gekennzeichnet ist. Die Staatsstreiche von 2020 und 2021 haben die Institutionen geschwächt und den zivilgesellschaftlichen Raum eingeschränkt. Hohe Lebenshaltungskosten, Bevölkerungsbewegungen und die Auswirkungen des Klimawandels erhöhen die Verletzlichkeit der Haushalte weiter. Trotz der schwierigen Umstände spielen lokale Gebietskörperschaften, Zivilgesellschaft und Gemeindeorganisationen nach wie vor eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen, dem sozialen Zusammenhalt und der Konfliktprävention.

Gouvernanz und Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen

Durch die Unterstützung lokaler Akteure stärkt die Schweiz die Gouvernanz und den Schutz der Bevölkerung, indem sie eine partizipative Planung, eine bürgerorientierte Rechenschaftspflicht und eine gemeinschaftliche Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen fördert. Die Unterstützung von gemeinschaftlichen Mediationsmechanismen, lokalen Entwicklungskomitees und Landvereinbarungen trägt zur Konfliktprävention bei und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zudem setzt sich die Schweiz für den Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen ein, insbesondere von Vertriebenen und Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt, sowie für einen gleichberechtigten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Die Unterstützung von Zivilgesellschaft und Medien fördert den Dialog und die Meinungsäusserung der Bürgerinnen und Bürger trotz des eingeschränkten zivilgesellschaftlichen Raums.

Resilienz und wirtschaftliche Perspektiven

Die Schweiz unterstützt die Verbesserung der Lebensgrundlagen durch Diversifizierung der Landwirtschaft und Zugang zu inklusiven Finanzdienstleistungen. Sie begleitet die Bevölkerung auch bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und der Anpassung an den Klimawandel. Die berufliche Integration wird durch marktorientierte Ausbildungen und Partnerschaften mit dem Privatsektor gefördert. Im Mittelpunkt dieses Engagements, das zu höheren Einkommen und wirtschaftlichen Perspektiven beiträgt, stehen junge Menschen und Frauen.

Transversalthemen

Zur Förderung der Bürgerbeteiligung, der Transparenz und der Nachhaltigkeit der Resultate werden die Themen Geschlechtergleichstellung, soziale Inklusion, Anpassung an den Klimawandel und Digitalisierung bei sämtlichen Aktivitäten berücksichtigt.

Ansatz und wichtigste Partner

Die Schweiz setzt bei ihrem Programm in Mali auf die Kombination von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung. Dieser Ansatz erlaubt es, auf Notlagen zu reagieren und gleichzeitig Faktoren zu bekämpfen, die die Bevölkerung schwächen, dank rascher und flexibler Interventionen, die an den politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Kontext angepasst sind.

Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit arbeitet eng mit Gebietskörperschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Akteuren aus Kultur und Wirtschaft sowie dem Privatsektor und der Diaspora zusammen, um die lokale Eigenverantwortung und die Nachhaltigkeit der Massnahmen zu fördern. Auch mit anerkannten regionalen und internationalen Organisationen besteht eine enge Zusammenarbeit. Das Engagement konzentriert sich hauptsächlich auf die Regionen Mopti, Sikasso und Timbuktu sowie auf die neuen Verwaltungsregionen.

Geschichten

Kinder halten eine orangefarbene Schultasche in der Hand, die von der NGO Norwegian Refugee Council verteilt wurde.

16. Dezember 2024

Mali: Bildung und Schutz für Kinder im Krisenkontext

Die Krise in Mali hat Hunderttausenden von Kindern ihr Recht auf Bildung vorenthalten. Die DEZA unterstützt ein Projekt, das Schutz und Bildung in den Mittelpunkt stellt.

Zwei Frauen sitzen einander gegenüber, sie schauen sich an und halten sich dabei die Hände.

11. April 2024

Frauen in Mali: Friedensstifterinnen

Um Frauen in Friedensprozess zu stärken, unterstützt die Schweiz die Friedenskreise. Interview mit Bintou Founé Samaké, WILDAF/Mali.

Das Foto zeigt Michelle Jalkh bei einem Vor-Ort-Besuch in Begleitung von Vertretern des Libanesischen Roten Kreuzes und einem Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) in Akkar, Libanon.

18. August 2023

Lokale Gesichter der humanitären Arbeit der DEZA

Artikel zum Welttag der humanitären Hilfe mit Erfahrungsberichten von lokalen DEZA-Mitarbeitern.

Kontakt

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