Mali
Die Schweiz unterstützt die Bevölkerung Malis, das von einer komplexen Krise betroffen ist, indem sie humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung kombiniert. Mit ihrem Engagement will sie die Gouvernanz, den Schutz der Zivilbevölkerung und die lokale Wirtschaft stärken sowie Chancen für die Gemeinschaften schaffen. Dabei setzt sie auf lokale Akteure und nachhaltige Partnerschaften.

Kontext Mali
Mali befindet sich seit über einem Jahrzehnt in einer multidimensionalen Krise, die durch anhaltende Unsicherheit, eine langwierige politische Übergangsphase, grosse wirtschaftliche und soziale Herausforderungen und einen erheblichen Druck auf die natürlichen Ressourcen gekennzeichnet ist. Die Staatsstreiche von 2020 und 2021 haben die Institutionen geschwächt und den zivilgesellschaftlichen Raum eingeschränkt. Hohe Lebenshaltungskosten, Bevölkerungsbewegungen und die Auswirkungen des Klimawandels erhöhen die Verletzlichkeit der Haushalte weiter. Trotz der schwierigen Umstände spielen lokale Gebietskörperschaften, Zivilgesellschaft und Gemeindeorganisationen nach wie vor eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung grundlegender Dienstleistungen, dem sozialen Zusammenhalt und der Konfliktprävention.
Gouvernanz und Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen
Durch die Unterstützung lokaler Akteure stärkt die Schweiz die Gouvernanz und den Schutz der Bevölkerung, indem sie eine partizipative Planung, eine bürgerorientierte Rechenschaftspflicht und eine gemeinschaftliche Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen fördert. Die Unterstützung von gemeinschaftlichen Mediationsmechanismen, lokalen Entwicklungskomitees und Landvereinbarungen trägt zur Konfliktprävention bei und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Zudem setzt sich die Schweiz für den Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen ein, insbesondere von Vertriebenen und Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt, sowie für einen gleichberechtigten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Die Unterstützung von Zivilgesellschaft und Medien fördert den Dialog und die Meinungsäusserung der Bürgerinnen und Bürger trotz des eingeschränkten zivilgesellschaftlichen Raums.
Resilienz und wirtschaftliche Perspektiven
Die Schweiz unterstützt die Verbesserung der Lebensgrundlagen durch Diversifizierung der Landwirtschaft und Zugang zu inklusiven Finanzdienstleistungen. Sie begleitet die Bevölkerung auch bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und der Anpassung an den Klimawandel. Die berufliche Integration wird durch marktorientierte Ausbildungen und Partnerschaften mit dem Privatsektor gefördert. Im Mittelpunkt dieses Engagements, das zu höheren Einkommen und wirtschaftlichen Perspektiven beiträgt, stehen junge Menschen und Frauen.
Transversalthemen
Zur Förderung der Bürgerbeteiligung, der Transparenz und der Nachhaltigkeit der Resultate werden die Themen Geschlechtergleichstellung, soziale Inklusion, Anpassung an den Klimawandel und Digitalisierung bei sämtlichen Aktivitäten berücksichtigt.
Ansatz und wichtigste Partner
Die Schweiz setzt bei ihrem Programm in Mali auf die Kombination von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung. Dieser Ansatz erlaubt es, auf Notlagen zu reagieren und gleichzeitig Faktoren zu bekämpfen, die die Bevölkerung schwächen, dank rascher und flexibler Interventionen, die an den politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Kontext angepasst sind.
Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit arbeitet eng mit Gebietskörperschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Akteuren aus Kultur und Wirtschaft sowie dem Privatsektor und der Diaspora zusammen, um die lokale Eigenverantwortung und die Nachhaltigkeit der Massnahmen zu fördern. Auch mit anerkannten regionalen und internationalen Organisationen besteht eine enge Zusammenarbeit. Das Engagement konzentriert sich hauptsächlich auf die Regionen Mopti, Sikasso und Timbuktu sowie auf die neuen Verwaltungsregionen.
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Eichenweg 5
3003 Bern


