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Veröffentlicht am 21. April 2026

Syrien und Mittlerer Osten: Libanon, Jordanien, Irak, Türkei

Seit über einem Jahrzehnt leistet die Schweiz Nothilfe für die Menschen in Syrien und dessen Nachbarländern. Im Laufe der Zeit hat sie ihre Arbeit auf systemische Fragen zur Förderung von mehr Stabilität und Wohlstand in der Region ausgeweitet.

Vogelperspektive einer Frau, die Getreide auf einem weissen Tuch zum Trocknen ausbreitet.

Kontext

Der Konflikt, der 2011 in Syrien ausbrach, löste eine der weltweit grössten humanitären Krisen aus und vertrieb Millionen von Menschen innerhalb Syriens und über die Grenzen hinweg. Die Schweiz reagierte rasch mit einem koordinierten regionalen Ansatz, der in einen ihrer grössten humanitären Einsätze mündete. Mit den politischen Veränderungen in Syrien Ende 2024 ergaben sich neue Aussichten auf ein inklusives Regierungssystem und wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig sind Millionen von Menschen weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen, und die bestehenden Probleme werden durch neue Bedrohungen wie den Klimawandel noch verschärft. Die Schweiz passt ihren Ansatz an den sich verändernden Kontext an. Ziel ist es, den politischen Übergang in Syrien und die sozioökonomische Entwicklung der Region zu unterstützen und gleichzeitig die Nothilfe für die am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen aufrechtzuerhalten.

Schwerpunktbereiche

Das Kooperationsprogramm 2026–2029 verfolgt einen Whole-of-Government-Ansatz, bei dem die Instrumente der humanitären Hilfe, der Entwicklungszusammenarbeit, der Friedensförderung und der Migration integriert werden. Es ist in vier Schwerpunktbereiche mit gegenseitigen Synergien gegliedert und umfasst fünf Länder: Syrien, Jordanien, Libanon, Irak und die Türkei.

Menschliche Entwicklung

Nach Jahren des Konflikts und der Vertreibung ist der Bedarf an humanitärer Hilfe in der Region nach wie vor gross. Die Schweiz fördert weiterhin den Zugang zur Grundversorgung für die am meisten gefährdeten Menschen, einschliesslich Schutz, Ausstellung von Zivilstandsdokumenten und Bildung in Notsituationen. Sie nutzt ihr Fachwissen, um vertriebenen und marginalisierten Kindern den Zugang zur Schulbildung zu ermöglichen – mit besonderem Schwerpunkt auf Geschlechtergleichstellung.

Wirtschaftliche Entwicklung

Der politische Übergang in Syrien und der sich verändernde regionale Kontext eröffnen Möglichkeiten für den Wiederaufbau und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Schweiz mobilisiert ihr Fachwissen in den Bereichen Berufsbildung, Unternehmertum und Entwicklung von Kleinunternehmen, um die Lebensgrundlagen zu verbessern. Sie fördert arbeitsmarktorientierte Qualifikationen und die Einbindung des Privatsektors. Gleichzeitig trägt sie zu langfristigen Lösungen für Vertriebene bei, etwa durch die Förderung von Einkommensmöglichkeiten und Kapazitätsaufbau.

Klima und Umwelt

In einer Region, die bereits unter Wassermangel leidet, nehmen der Klimawandel, die Wasserknappheit und die Umweltzerstörung weiter zu. Die Schweiz kann aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der Wassergouvernanz und -bewirtschaftung zur nachhaltigen Nutzung und Bereitstellung von Wasserressourcen beitragen und die Kapazitäten der lokalen Dienstleistungsanbieter stärken. Sie hilft auch, klimabedingte Risiken wie Dürren und Überschwemmungen zu mindern, und stärkt durch eine regionale Initiative die Zusammenarbeit bei der grenzüberschreitenden Wasserbewirtschaftung.

Frieden und gute Regierungsführung

Geopolitische Spannungen, fragile Institutionen und eine gespaltene Gesellschaft gefährden weiterhin die regionale Stabilität und den Frieden. Die Schweiz fördert den inklusiven Dialog, die Vertrauensbildung und die Versöhnung auf nationaler und kommunaler Ebene, indem sie ein breites Spektrum von lokalen Akteuren einbezieht. Der politische Wandel in Syrien bietet neue Möglichkeiten, gemeinsam mit den Übergangsbehörden und der Zivilgesellschaft Massnahmen in Bezug auf Regierungsführung und Friedenskonsolidierung durchzuführen. Dabei geht es um Themen wie Übergangsjustiz, Konfliktprävention und Schutz der Zivilbevölkerung.

Ansatz und Partner

Die Schweiz kombiniert regionale Initiativen mit nationalen und lokalen Programmen. Die Arbeit wird gemeinsam mit einer Reihe von Akteuren durchgeführt, darunter die Übergangsbehörden, die Zivilgesellschaft, der Privatsektor und andere strategische Partner, wobei nach Möglichkeit kommunale Lösungen und die Eigenverantwortung der Länder im Vordergrund stehen. Das Regionalprogramm verfügt über ein vorläufiges Gesamtbudget von 243 Millionen Franken für den Zeitraum 2026–2029. Die unten stehenden Dokumente zum Herunterladen enthalten umfassende Informationen zum Kooperationsprogramm 2026–2029 und zum länderspezifischen Engagement der Schweiz.

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Kontakt

DEZA – Mittlerer Osten (ME)
Eichenweg 5
3003 Bern