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Veröffentlicht am 24. August 2026

Tansania

Mit ihrem Kooperationsprogramm 2026–2029 unterstützt die Schweiz Tansania auf dem Weg zu einer inklusiven und nachhaltigen Entwicklung. Im Zentrum stehen gefährdete Bevölkerungsgruppen, Geschlechtergleichstellung, Klimaresilienz und lokale Partnerschaften auf dem tansanischen Festland und auf Sansibar.

Mehrere Personen in Sicherheitswesten installieren Tropfbewässerungsleitungen auf einem bewirtschafteten Feld in Tansania.

Kontext Tansania

Durch sein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist Tansania im Jahr 2020 zu einem Land mit mittlerem Einkommen aufgestiegen. Armut und Ungleichheit sind jedoch immer noch weit verbreitet, und das Wachstum kommt nicht allen gleichermassen zugute. Die rasche Urbanisierung, die wachsende junge Bevölkerung und die nach wie vor von der Landwirtschaft abhängige Wirtschaft erhöhen die Nachfrage nach Arbeitsplätzen, Gesundheitsdienstleistungen und Infrastrukturentwicklungen. Klimabedingte Überschwemmungen und Dürren verstärken den Druck, insbesondere auf gefährdete Bevölkerungsgruppen. Das Kooperationsprogramm 2026–2029 unterstützt Tansania auf dem Weg zu einer inklusiven, klimaresilienten und nachhaltigen Entwicklung und setzt auf eine stärkere inländische Finanzierung und leistungsfähige Institutionen.

Solide Systeme und Institutionen

Die Schweiz unterstützt den Aufbau solider Systeme und Institutionen als Grundlage für eine inklusive Entwicklung. Gestützt auf ihr langjähriges Engagement im Gesundheitsbereich fördert die Schweiz den wissenschaftlichen Austausch und die Forschung, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Zudem werden neue Bereiche der Zusammenarbeit geprüft, in die die Schweiz ihr Fachwissen einbringen kann. Darüber hinaus trägt die Schweiz durch Schulungen, technische Unterstützung und Mentoring zu einer besseren Verwaltung der öffentlichen Finanzen bei, um die inländische Finanzierung zu stärken. Sie fördert auch die fachlichen und verfahrenstechnischen Kapazitäten der tansanischen Anti-Korruptions-Behörden und investiert in digitale Datensysteme und politische Prozesse, die auf verlässlichen Daten und Forschungsergebnissen basieren.

Verbesserung der Lebensgrundlagen und des zivilgesellschaftlichen Raums

Die Schweiz setzt sich für eine inklusive und nachhaltige Entwicklung ein, bei der die Bevölkerung und insbesondere gefährdete Gruppen im Zentrum stehen. Durch die Stärkung des sozialen Schutzes, eine inklusive Marktentwicklung und Investitionen in die Berufsbildung und die Jugendförderung unterstützt die Schweiz die wirtschaftliche Inklusion. Ausserdem trägt das Kooperationsprogramm zu einem günstigeren Geschäftsumfeld bei und unterstützt Sozialunternehmen durch innovative Finanzierungsmodelle, Vernetzungsmöglichkeiten und Startkapital. Gleichzeitig fördert die Schweiz einen zivilgesellschaftlichen Raum, in dem die Bürgerinnen und Bürger Zugang zu verlässlichen Informationen haben und sich an fundierten und inklusiven Entscheidungsprozessen beteiligen können. Besonderes Augenmerk gilt dabei Frauen, Jugendlichen und marginalisierten Gemeinschaften. Die Förderung der Zivilgesellschaft sowie lokaler Kunst- und Kulturinitiativen trägt zur Teilhabe, zum sozialen Zusammenhalt und zu einer inklusiveren Gesellschaft bei.

Bei allen Massnahmen stehen die Menschenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und die Klimaresilienz im Vordergrund, und die Schweiz stärkt Institutionen, die den sozialen Zusammenhalt fördern, das Vertrauen zwischen der Bevölkerung und dem Staat erhöhen und die langfristige Widerstandsfähigkeit verbessern.

Ansatz und wichtigste Partner

Die Schweiz verfolgt mit ihrem Kooperationsprogramm auf dem tansanischen Festland und auf Sansibar einen flexiblen, lokal verankerten und ergebnisorientierten Ansatz. Sie passt ihre Unterstützung an die sich ändernden Prioritäten Tansanias an. Das Programm bringt öffentliche Einrichtungen, die Zivilgesellschaft, Medien, lokale Organisationen und Akteure aus der Privatwirtschaft zusammen. Die tansanischen Behörden spielen im Politikdialog und bei der Umsetzung weiterhin eine zentrale Rolle, gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen gestärkt, um lokale Lösungen zu fördern. Ausserdem baut die Schweiz ihre Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Privatwirtschaft aus, um die Innovation und einen nachhaltigen wirtschaftlichen Wandel zu begleiten. Partnerschaften werden anhand der jeweiligen Fachkompetenz, Relevanz und des potenziellen Beitrags zu nachhaltigen Ergebnissen ausgewählt.

Geschichten

Gruppenbild des Ensembles und des Moderatorenteams auf der Bühne des Forumtheaters Fit for PSEAH? in Daressalam, Tansania.

24. September 2026

Forumtheater am Puls der Menschen

In Tansania und im Horn von Afrika beleuchtet das Forumtheater Fit for PSEAH? die Prävention von sexueller Ausbeutung, sexuellem Missbrauch und sexueller Belästigung.

23. September 2026

Tansania: Finanzierung, die Wirkung belohnt

In Tansania erproben die DEZA und ihre Partner ein Finanzierungsmodell, das messbare soziale und klimatische Wirkung belohnt.

Zwei Frauen giessen Wasser aus einem Eimer über Pflanzen, die in Behältern auf einem Holzbrett stehen.

13. November 2024

Förderung der beruflichen Qualifikationen von benachteiligten Jugendlichen in Tansania

Mit dem Projekt SET trägt die DEZA in Tansania zur Förderung der beruflichen Qualifikationen und zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen benachteiligter Jugendlicher bei.

Ein Mann und eine Frau sitzen auf einem Sofa, eine zweite Frau sitzt lachend in einem Sessel. Sie befinden sich in einem Radiostudio. Auf einem grossen Bildschirm im Hintergrund steht «Niambie».

11. November 2024

10-Jahr-Jubiläum der Radiosendung Niambie für tansanische Jugendliche

Die Schweiz unterstützt die Medien in Tansania seit zehn Jahren, darunter Niambie, eine von BBC Media Action produzierte Radiosendung für junge Menschen.

Frauen sitzen im Kreis auf grünen Plastikstühlen und hören einer Frau zu, die im Stehen spricht. Im Vordergrund steht ein Tisch, auf dem Kleidungsstücke, Salat und ein Sack mit Steinen liegen.

23. Oktober 2024

Kleinunternehmen sind für Frauen in Tansania ein Ausweg aus der Armut

Die Frauen, die in Tansania am TASAF-Programm teilgenommen haben, konnten mit vereinten Kräften nachhaltige Kleinunternehmen aufbauen, um der extremen Armut zu entkommen.

Ein Mann macht mit seinem Mobiltelefon ein Porträtfoto von einer Frau, die vor einer orangefarbenen Wand steht.

13. August 2021

openIMIS erleichtert den Zugang zu medizinischer Versorgung

openIMIS ist eine Open-Source-Quelle, die die Daten von Patienten, Leistungserbringern und Finanzierungsträgern im Gesundheitsbereich verbindet.

Einige Kinder halten ein grosses blaues Moskitonetz hoch.

25. April 2021

Malariabekämpfung: Was die Welt von Tansania lernen kann

Die Schweiz setzt sich für eine malariafreie Welt bis 2030 ein. Einblick in die Kooperationsprogramme der DEZA in Tansania.

Kontakt

DEZA / Ost- und südliches Afrika
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