Humanitäre Hilfe
Die Humanitäre Hilfe der DEZA ist Ausdruck der Solidarität der Schweiz mit Menschen in Not. Sie konzentriert sich auf Nothilfe, Wiederaufbau von betroffenen Gebieten sowie Katastrophenvorsorge. Dabei stellt sie die Opfer in den Mittelpunkt und handelt unabhängig, neutral und unparteiisch.

Die Humanitäre Hilfe stellt den Schutz des Lebens der von Krisen, Gewalt, bewaffneten Konflikten und Katastrophen betroffenen Menschen ins Zentrum ihrer Arbeit – insbesondere die Wahrung ihrer Sicherheit, ihrer Würde und ihrer Rechte. Die Einhaltung des humanitären Völkerrechts ist deshalb untrennbar mit der humanitären Hilfe verbunden.
Die Humanitäre Hilfe der DEZA stützt sich auf das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe von 1976 und auf die Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2025-2028.
Thematische Schwerpunkte
Die Humanitäre Hilfe der DEZA konzentriert sich auf folgende Themen:
- Schutz der Zivilbevölkerung;
- Verringerung des Katastrophenrisikos;
- Wasser und Siedlungshygiene;
- Geschlechterspezifische Gewalt;
- Ernährungssicherheit und Bargeldprogramme.
Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) ist fester Bestandteil der Humanitären Hilfe der DEZA.
Vereinbarkeit mit dem humanitären Völkerrecht
Die humanitäre Tätigkeit der DEZA steht im Einklang mit dem Geist und den Grundsätzen des humanitären Völkerrechts. In all ihren Programmen und Aktivitäten achtet die Humanitäre Hilfe besonders auf die Gleichstellung der Geschlechter, die Achtung der Menschenrechte, den Umweltschutz und die gute Regierungsführung. Sie hilft allen Opfern unabhängig von Rasse, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Einstellung und sozialer Zugehörigkeit.
Multilaterale Zusammenarbeit
Auf multilateraler Ebene setzt sich die DEZA für ein internationales System ein, das wirksam auf humanitäre Krisen reagiert. Die Schweiz ist eine glaubwürdige, respektierte und einflussreiche Partnerin im humanitären Bereich. Sie unterstützt ihre multilateralen Partner finanziell und operationell. Zu dieser Unterstützung gehören auch die Feldeinsätze des SKH, die eine Besonderheit der Schweiz darstellen.
Damit die Hilfe in bewaffneten Konflikten die notleidende Bevölkerung erreicht, ist der Zugang zur Bevölkerung eine Grundvoraussetzung. Dafür setzt sich die DEZA im bilateralen und multilateralen Dialog – auch mit den Konfliktparteien – ein.
Unterstützung lokaler Akteure
Die Schweiz setzt sich für eine internationale Hilfe ein, welche die lokalen, nationalen und regionalen humanitären Handlungsmechanismen der betroffenen Länder im Falle von Krisen und Katastrophen stärkt. Dies ist wichtig, damit diese Länder und ihre Bevölkerung langfristig besser auf Krisen und Katastrophen vorbereitet sind. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Resilienz.
Kontext
Die humanitären Herausforderungen sind in den letzten Jahren zahlreicher und komplexer geworden. Die zunehmende Grösse, Anzahl, Intensität und Dauer der aktuellen Krisen, Konflikte und Katastrophen sowie die mangelnde Einhaltung des humanitären Völkerrechts und der humanitären Prinzipien bringen das humanitäre System an seine Grenzen. Am meisten leidet die Zivilbevölkerung. Millionen von Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Not und Gewalt.
Links

Katastrophen- und Nothilfe
Die Nothilfe im Falle von Konflikten oder Naturkatastrophen gehört zum Kernauftrag der Humanitären Hilfe der DEZA.

Wiederaufbau und Rehabilitation
Die Humanitäre Hilfe der DEZA kann auf eine lange und solide Erfahrung im Wiederaufbau und in der Rehabilitation zurückblicken.

Schutz der Zivilbevölkerung
Der Schutz der Zivilbevölkerung und des humanitären Völkerrechts in bewaffneten Konflikten oder Naturkatastrophen ist ein Schwerpunkt der Humanitären Hilfe der DEZA.

Instrumente der Humanitären Hilfe
Die Humanitäre Hilfe der DEZA verfügt über vier Instrumente: Schweizerisches Korps für humanitäre Hilfe (SKH), finanzielle Beiträge, Hilfsgüter sowie Dialog und Anwaltschaft.

Schweizerisches Korps für humanitäre Hilfe (SKH)
Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) ist der operationelle Arm der Humanitären Hilfe der DEZA und führt vor, während und nach Krisen und Konflikten Einsätze durch.

Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2025-2028
Allgemeines Ziel der Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz ist die Beendigung der Armut und die Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung weltweit.
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