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Veröffentlicht am 19. Februar 2026

Demokratische Republik Kongo

Die Schweiz setzt sich in der Demokratischen Republik Kongo dafür ein, die humanitären Folgen der langanhaltenden Konflikte im Osten des Landes zu mildern. Durch den Nexus zwischen humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung stärkt die Schweiz den Schutz der Zivilbevölkerung, die wirtschaftliche Resilienz gefährdeter Bevölkerungsgruppen sowie den Zugang zur Grundversorgung und fördert ein friedliches und nachhaltiges Zusammenleben.

Eine Frau mauert Ziegelsteine auf einer Baustelle vor einem sich im Bau befindlichen Gebäude.

Kontext Demokratische Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) befindet sich in einer langanhaltenden Krise, die durch wiederkehrende bewaffnete Konflikte geprägt ist, insbesondere in den östlichen Provinzen Ituri sowie Nord- und Süd-Kivu. Trotz der grossen Rohstoffvorkommen des Landes lebt ein Grossteil der Bevölkerung in extremer Armut und hat nur begrenzten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, Sicherheit und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Bewaffnete Auseinandersetzungen, grosse Fluchtbewegungen und Epidemien schwächen das soziale Gefüge und die öffentlichen Institutionen. Besonders betroffen sind Frauen, Kinder und Vertriebene.

Die Schweiz setzt in der DRK ein Programm um, das humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung kombiniert. Mit diesem Ansatz will sie den Schutz der Zivilbevölkerung, die Resilienz gefährdeter Bevölkerungsgruppen und das friedliche Zusammenleben der Gemeinschaften stärken, im Einklang mit den Prioritäten der kongolesischen Regierung.

Schutz der Zivilbevölkerung und Konfliktprävention

Die Schweiz setzt sich für den Schutz der konfliktbetroffenen Bevölkerung und die Prävention von bewaffneten Auseinandersetzungen im Osten der DRK ein. Sie stärkt die lokale Mediation, das friedliche Zusammenleben der Gemeinschaften, die Unterstützung von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt sowie die Zivilgesellschaft und die unabhängigen Medien. Mit ihrer Expertise in den Bereichen Dialog und Mediation unterstützt die Schweiz die an den Friedensprozessen beteiligten nationalen und regionalen Akteure im Hinblick auf mehr Inklusivität und Nachhaltigkeit.

Wirtschaftliche Resilienz und Ernährungssicherheit

Die Schweiz stärkt die wirtschaftliche Resilienz gefährdeter Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Frauen, jungen Menschen und Vertriebenen. Sie unterstützt die Wiederbelebung der Landwirtschaft, die Entwicklung beruflicher Fähigkeiten, Unternehmertum und den Zugang zu Produktionsmitteln, um das Einkommen und die Ernährungssicherheit zu verbessern. Gezielte Partnerschaften mit dem Privatsektor ergänzen die Bemühungen zur lokalen Wirtschaftsförderung.

Gesundheit und Grundversorgung

In Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und den humanitären Partnern unterstützt die Schweiz den Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten für gefährdete Bevölkerungsgruppen mit Fokus auf die Notfallversorgung, die Gesundheit von Müttern und Kindern, die Ernährung und die Prävention von Epidemien. Sie unterstützt den Aufbau lokaler Kapazitäten sowie den Zugang zu sauberem Trinkwasser, Hygiene und sanitärer Grundversorgung.

Die Gleichstellung der Geschlechter wird als Querschnittsaufgabe in alle Interventionen integriert. Die Schweiz fördert die Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen und unterstützt ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit durch gezielte Berufsbildung.

Ansatz und wichtigste Partner

In diesem volatilen Kontext setzt die Schweiz auf den Nexus-Ansatz, der humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung kombiniert. Damit kann nachhaltig auf die Krisen im Osten der DRK reagiert werden. Das Programm stützt sich auf internationale und lokale Partnerschaften, insbesondere mit der UNO, mit internationalen und kongolesischen NGO sowie mit Multi-Geber-Fonds. Lokalen Organisationen kommt dabei eine immer grössere Bedeutung zu. Ein konfliktsensitives Management und die Entsendung von Fachleuten an internationale Partner erhöhen die Wirkung und die Koordination des Engagements der Schweiz.

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